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27. Mai 2011

Neue Wiese für das Streuobst

14.12.2004 (GN)

Projekt Naturschutzstiftung, BUND und Schüler pflanzen Bäume in Samern

2004_streuobstDie Wiese unweit des Piggetörnken – einer ehemaligen Münzwerkstatt – in Samern ist rund 5000 Quadratmeter groß. Dort sollen künftig Birnen, Pflaumen, Äpfel und andere Obstsorten wachsen.

Samern/HD Die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim hat mit Unterstützung der BUND-Kreisgruppe und der Naturschutz-AG der Realschule Bad Bentheim in Samern eine neue Streuobstwiese angelegt. Dieser Tage griffen die beiden Geschäftsführer der Naturschutzstiftung, Mitglieder des BUND und 20 Schülerinnen und Schüler zur Schaufel und pflanzten auf dem Grund und Boden von Klaus Laube rund 50 hochstämmige Obstbaumsorten. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stiftung auf den Flächen dieses Eigentümers 1,5 Hektar Acker aufgeforstet und einen Tümpel angelegt.

Nach den Erläuterungen von Geschäftsführer Hartmut Schrap waren Obstwiesen in früheren Jahren vielerorts verbreitet. Seit zirka 30 Jahren gingen diese Wiesen in allen Bundesländern stark zurück. Als Hauptursache hierfür nannte Schrap die Ausweitung von Siedlungs- und Industrieflächen, die Umwandlung der Wiesen in Ackerflächen sowie die Vernachlässigung von Pflege und Nachpflanzung durch die Besitzer, die eine wirtschaftliche Nutzung der Obstwiesen nicht mehr anstrebten.

Die BUND-Kreisgruppe und die AG der Realschule Bad Bentheim haben das Projekt gerne unterstützt. Das machte Versitzender Walter Oppel aus Schüttorf deutlich. Die Wiederanlage von derartigen Obstwiesen stelle einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz dar. Für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen bildeten extensiv gepflegte und genutzte Obstwiesen, eventuell mit angrenzenden Hecken und Tümpeln wie hier in Samern, einen Lebensraum, der in unserer Landschaft zunehmend seltener anzutreffen sei.

Die Streuobstwiesen stellten häufig wichtige Teilabschnitte in einem Biotopverbundsystem mit anderen Landschaftselementen dar und böten Refugien für an diesen Lebensraum angepasste und in ihrem Bestand oft bedrohte Pflanzen- und Tierarten, sagte Oppel weiter. Aus der Vielzahl hier vorkommender Vogelarten seien besonders der Steinkauz, der Neuntöter, der Gartenrotschwanz, der Wendehals und der Grünspecht zu nennen. Aber auch für Insekten, von verschiedenen Käfern über Solitärbienen und Wespenarten bis hin zu Schmetterlingen, biete dieser Wiesentyp einen idealen Nahrungs- und Fortpfanzungsraum. Zudem dienen Streuobstanlagen als Futter- und Obstlieferanten, als Speicher für Oberflächenwasser, als Windschutz und Schattenspender, als Sauerstoffproduzent und als Luftfilter.

Die Geschäftsführer der Naturschutzstiftung, Hartmut Schrap und Paul Uphaus, zeigten sich sehr erfreut über das Interesse der Schüler an der Naturschutzarbeit. Sie dankten dem BUND-Kreisvorsitzenden für die Unterstützung, dem Flächeneigentümer Klaus Laube und der Baumschule Paul Germer aus Wietmarschen.

Schrap und Uphaus wiesen darauf hin, dass der inzwischen bestehende kreisweite Ökopool nicht nur von Kommunen oder ansiedlungswillige Unternehmen, sondern auch von Privatleuten und landwirtschaftlichen Betrieben genutzt werden könne. So könnten Bauern, die für Investitionen wie Stallerweiterungen oder Biogasanlagen Augleichsflächen bräuchten, sich des Serviceangebotes der Stiftung bedienen. Weitere Auskünfte erteilen die Geschäftsführer unter den Telefonnummern (05921) 961299 (Schrap) und (05921) 961620 (Uphaus).

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