11. Februar 2013
Die Vechte hat ihren Altarm 33 wieder angenommen
Wasserbauer und Naturschützer zufrieden: Trotz Hochwasser keine neuen Probleme in Frenswegen
GN 06.02.2013
rm Nordhorn. Nun fließt sie wieder, wie sie soll – oder zumindest so ähnlich. Der wiederangeschlossene Altarm Nummer 33 in Nordhorn-Frenswegen hat beim neuerlichen Hochwasser der vergangenen Tage seine Bewährungsprobe offenbar bestanden. Es seien keine weiteren Schäden aufgetreten, bestätigte ein Sprecher des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft NLWKN, der zuständigen Unterhaltungsbehörde für die Vechte.
Anfang Januar hatte der erst zu Weihnachten fertiggestellte Wiederanschluss ein ungeplantes Eigenleben entwickelt, als beim ersten Hochwasser Ufer unterspült wurden. Der Hauptstrom hatte sich seinerzeit ein eigenes neues Flussbett über die gerade freigelegte Flussaue gespült (die GN berichteten).
"Dass die Flussaue bei Hochwasser überspült wird, ist durchaus beabsichtigt", heißt es beim NLWKN. Nicht geplant sei der tiefe Strömungsgraben gewesen, der auf den noch nicht eingewachsenen Böschungen entstanden sei.
In den vergangenen Wochen waren die Ufer ausgebessert und mit Naturmaterial befestigt worden. Nun strömt die Vechte nicht nur durch den Altarm, sondern überspült bei höherem Wasserstand auch wie geplant die Hochwasserschwelle im bisherigen begradigten Flussbett. Dass trotzdem auch Teile der Flussaue überspült werden, sei eben Teil des natürlichen Fließverhaltens.
Die fälligen Nachbesserungen haben nach Darstellung der Wasserbauer übrigens keine zusätzlichen Investitionskosten verursacht. Sie seien mit vorhandenem Personal als ohnehin notwendige Unterhaltungsarbeiten verbucht worden, heißt es beim NLWKN.