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26. Mai 2011

Bürger weiter gegen Abholzung von Waldstück

04.11.2002 (GN)


Unterschriften an Politiker übergeben

In Uelsen regt sich weiter Widerstand gegen Pläne, für ein Kurz-Urlauber-Zentrum ein Waldstück am Hollboom zu zu fällen und für die Erweiterung des Gewerbegebietes "West" im Bereich der Landesstraße 43 weitere Bäume zu fällen. Im Bauausschuss der Gemeinde wurden in der vergangenen Woche die ersten Planentwürfe vorgestellt. Politische Entscheidungen gibt es bislang noch nicht.

mm Uelsen. Gleich zu Beginn der Sitzung haben Vertreter der Bürgerinitiative, die sich gegen die Planungen wehrt, Unterschriftenlisten an den Vorsitzenden des Bauausschusses, Jürgen Balderhaar, übergeben. Insgesamt 1500 Unterschriften sind gegen die Projekte gesammelt worden, 1000 davon sollen nach Angaben der Bürgerinitiative von Einwohnern der Gemeinde Uelsen kommen.

Während der Sitzung informierte der Vertreter eines Ingenieurbüros über erste Planentwürfe für ein Kurz-Urlauber-Zentrum am Hollboom. Hier möchte der Betreiber der benachbarten Großdiskothek ZaK ein Angebot für Wochenend-Clubreisen mit Übernachtungsmöglichkeiten schaffen. Dafür soll eine etwa 1,5 Hektar große bebaubare Fläche von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden, dazu kommt ein etwa 30 Meter breiter Gürtel, der bewaldet bleiben soll und die Anlage an drei Seiten umschließt. Die Zufahrt soll von der Bundesstraße 403 aus über die Straße "Hollboom" erfolgen. Für den Eingriff in die Natur soll es an anderer Stelle in der Samtgemeinde Ersatzaufforstungen geben. SPD-Ratsherr Gerrit-Jan Hesselink sprach sich klar gegen das Projekt aus, betonte jedoch, dass er mit seinem Votum nicht die Meinung der Fraktion vertrete. "Wir wollen eine Einvernehmlichkeit mit den Anwohnern am Hollboom", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Carsten Tautz und berichtete von Überlegungen, die Zufahrtsstraße zum geplanten Erholungs-Zentrum durch einen Wall für die Weiterfahrt in die Siedlung zu sperren.

Ein weiterer Juckepunkt in Uelsen ist die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes "West" im Bereich der Itterbecker Straße (L43). Dieser Bereich ist für die Gemeinde Uelsen nach Darstellung von Politik und Verwaltung der Hauptstandort für Gewerbeansiedlung. Auch hier müsste ein Waldgebiet gefällt werden. Nach Darstellung von Gemeindedirektor Hermann Warrink kann die Naturschutzstiftung des Landkreises für den geplanten Eingriff in Natur und Umwelt an anderer Stelle auf dem Gebiet der Samtgemeinde Ausgleichsflächen zur Verfügung stellen.

Die Besucherränge im Sitzungssaal des Rathauses waren bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Planungen erstmals öffentlich vorgestellt wurden. Vor allem Mitglieder und Sympathisanten der Bürgerinitiative nutzen die Möglichkeit der Information. Während eines Treffens nach der Sitzung des Bauausschusses wurde deutlich, dass weiterer Widerstand gegen die Planungen organisiert werden soll. Geert Vrielmann sagte, dass man sich gegen die "unvernünftigen Planungen" wehren werde. Der Wald müsse als Naherholungsort für die Bürger erhalten bleiben. Es ist eine öffentliche Veranstaltung geplant.

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