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18. Mai 2011

Scheerhorner Bruch

Bei dem Bereich "Scheerhorner Bruch" handelt es sich um den Kernbereich des "WV-Gebietes Scheerhorn" mit Landesweiter Bedeutung. Der Grünlandschutz und die Betreuung dieser meist extensiv genutzten Flächen innerhalb der Wieselvogelgebiete (Nr. 6-Ringe, Nr. 11-Hoogstede, Nr. 12-Scheerhorn, Nr. 13-Alte Piccardie/Hohenkörben und Nr. 14-Wietmarschen) nimmt seit Stiftungsgründung einen Großteil der Stiftungstätigkeiten ein. Allein im Bereich des "Scheerhorner Bruches" (Wiesenvogelgebiet Nr. 12-Scheerhorn) betreut die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim mittlerweile zusammenhängende Flächenareale in einer Größenordnung von ca. 70 ha. Diese Flächen (Flächen Nrn. 6, 10, 12, 18,20, 21, 22, 25, 26, 30, 34, 40, 46, 49, 50, 53, 57, 58, 59, 60, 61 und 72) sind allesamt an interessierte Landwirte zu extensiven Bedingungen im Rahmen des Arten- und Biotopschutzes verpachtet. Das Flächenareal soll hier nach Möglichkeit weiter arrondiert werden. Diese Flächenarrondierung bietet die Möglichkeit, für gezielte Wiederbenässungsmaßnahmen. Im Schulterschluss mit dem Naturschutzbund, der Deutschen Umwelthilfe, dem Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz Westniedersachsen (Spende) und der Aquirierung weiterer Fördermittel (Bingo Lotto, VR-Gewimmspargemeinschaft, Niedersächsische Umweltstiftung) ist es gelungen, eine weitere Fläche auf freiwilliger Basis zu erwerben. Ingesamt konnten hierbei Fördergelder in Höhe von ca. 100.000,00 DM erstanden werden. Neben dem Flächenankauf werden die Fördermittel für die Durchführung von Optimierungsmaßnahmen (Anlage von Blänken, Erstherrichtung der Flächen, Pflegemaßnahmen an Blänken und Gehölzen etc.) verwendet. Karte

Seit drei Jahren werden durch Herrn Dipl.-Biologen Moormann Brutbestandserfassungen und Bruterfolgskontrollen der Wiesenvögel im Bereich der Stiftungsflächen und der kreiseigenen Flächen sowie im südlichen Teil des Wiesenvogelgebietes Nr. 12 "Scheerhorn" durchgeführt. Ergebnisse können bei Interesse bei der Stiftung eingeholt werden.

Im Jahr 2003 wurden erstmals durch das Biologische Institut Metelen e.V. Untersuchungen zur Bedeutung von Grünlandblänken in Flächen der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim für Amphipien, Libellen und Wasserschnecken durchgeführt. Einige der untersuchten Blänken befinden sich innerhalb des Scheerhorner Bruches. Als erstes Resultat (Zwischenbericht über die Untersuchungssaison 2003) ist die große Anzahl an Libellenarten hervorzuheben, die nur in sieben und zudem sehr jungen Gewässern so nicht erwartet worden war. Insgesamt wurden hier 20 Arten dieser Tiergruppe nachgewiesen, was fast ein Drittel der gesamten Libellenfauna des westlichen Niedersachsens darstellt. Mit Mond-Azurjungfer, Kleiner Pechlibelle, Glänzender Binsenjungfer und Südlicher Binsenjungfer wurden vier Arten der Niedersächsischen Roten Liste gefunden. Dabei gelten Mond-Azurjungfer und Glänzende Binsenjungfer landweit als "stark gefährdet". Die Resultate zeigen im ersten Ansatz, dass auch sehr junge Grünlandblänken im Untersuchungsraum einen bedeutsamen Lebensraumtyp für die Libellenfauna darstellen.

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