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27. Mai 2011

"Turbo-Planung" für neue Arbeitsplätze

11.06.2008 (GN)

Gewerbegebiete Klausheide werden "größer"

"Gewerbegebiete werden größer; Die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim stellt Ausgleichsflächen für die Stadt Nordhorn bereit" Um die Ansiedlung von zwei großen Gewerbebetrieben in Klausheide zu ermöglichen, arbeitet die Stadt Nordhorn zurzeit im Eilverfahren an zwei Änderungen der Bauleitplanung. Im Stadtentwicklungsausschuss nahmen beide Änderungsverfahren jetzt die nächste Hür

rm Nordhorn. "Wir müssen einräumen, dass andere Planungen zurzeit wegen dieser Projekte etwas zurückstehen", gab Stadtbaurat Lothar Schreinemacher zu. Doch für die Planer im Nordhorner Rathaus haben die Ansiedlungspläne für zwei neue Unternehmen in Klausheide in diesen Wochen oberste Priorität, denn die Zeit drängt.

Hintergrund der Planungsaktivitäten sind konkrete Ansiedlungsanfragen von zwei niederländischen Investoren: Ein Stahl- und Maschinenbau-Unternehmen benötigt mehr als zehn Hektar zusammenhängende Industriegebietsfläche, die im bestehenden Industriegebiet Klausheide-Ost geschaffen werden sollen. Für die Ansiedlung eines großen, sehr innovativen Kunststoff-Recycling-Unternehmens werden sogar 30 Hektar benötigt. Sie sollen auf den bisher noch nicht erschlossenen Gewerbeflächen nördlich der Bundesstraße neben dem Gut Klausheide bereitgestellt werden. Die Ansiedlung beider Unternehmen würde in Klausheide weit mehr als 150 neue Arbeitsplätze schaffen.

"Seit Jahren fragen uns die Bürger, wann es im Gewerbegebiet Klausheide weitergeht. Jetzt haben wir beste Chancen für zwei bedeutende Neuansiedlungen", freute sich SPD-Ausschussmitglied Georg Röttgers. Er dankte der Verwaltung für das "enorme Planungstempo", mit dem die baurechtlichen Voraussetzungen für die Neuansiedlungen geschaffen werden. Er habe in vielen Jahren Ratsarbeit noch nicht erlebt, dass so große Bauleitverfahren innerhalb von sechs Monaten durchgezogen werden. Auch CDU-Ausschussmitglied Bernhard Brink lobte das Engagement der Verwaltung: "Ich bin froh, dass es in Klausheide jetzt weitergeht."

In Klausheide-Ost müssen vorhandene Gewerbeflächen zu einer Gesamtfläche zusammengefasst werden, indem die dazwischen und am Rand liegenden Grünzonen zu Industriegebiet umgewidmet werden. Das erfordert erhebliche Ausgleichsmaßnahmen, da die benötigten Flächen früher ökologisch hochwertige Moorlandschaft waren. Der gesetzlich geforderte Ausgleich für diesen Landschafts-Eingriff wird mit Hilfe der kreiseigenen Naturschutzstiftung geschaffen.

Allerdings: Entlang der Gemeindegrenze zu Wietmarschen bleibt ein besonders wertvoller ehemaliger Moorstreifen erhalten. Er war zunächst ebenfalls als Erweiterungsfläche eingeplant, wird aber aus der Industriegebietsausweisung wieder herausgenommen.

Die rund 30 Hektar Fläche für das Kunststoff-Unternehmen entstehen im neuen Gewerbegebietsteil Klausheide-Nord auf der anderen Seite der Bundesstraße zwischen Gut Klausheide und Kloatscheeteranlage. Diese bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen waren seit Jahren im Eigentum des Landkreises, werden jetzt aber von der Stadt erworben. Planungsrechtlich sind die Flächen bereits seit Jahren als Gewerbeflächen ausgewiesen. Jetzt müssen durch Planänderungen die benötigten zusammenhängenden Großgrundstücke gebildet und die Erschließung geplant werden.

Einstimmig winkte der Stadtentwicklungsausschuss die Entwurfsbeschlüsse für die entsprechenden Bebauungspläne sowie die zu Grunde liegenden Änderungen des Flächennutzungsplans durch. Rat und Verwaltung gehen davon aus, dass damit für beide Ansiedlungen rechtzeitig die planungsrechtlichen Weichen gestellt werden können.

Ebenso einstimmig befürwortete der Ausschuss auch eine kleine Planänderung im Bereich der Flugplatzstraße. Dort soll auf einem vorhandenen Gewerbegrundstück eine so genannte Betriebsleiterwohnung errichtet werden. Das ist ohnehin zulässig. Die Planänderung ebnet den Wege für den Wunsch des Investors, den vorhandenen Lärmschutzwall, der das Grundstück bisher von der Flugplatzstraße trennt, hinter die Wohnungsbaufläche zu verlegen.

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