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20. November 2012

Naturschutzstiftung kooperiert mit der Gemeinde Wietmarschen

Am Montag stellte Eling im Beisein von 17 Beteiligten das Projekt vor. Bei der Fläche handelt es sich um den ehemaligen Standortübungsplatz der Bundeswehr, der 2004 aufgegeben wurde.
Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Gemeinde schon damals begonnen habe, eine Vision über die künftige Nutzung des Gesamtareals zu entwickeln. Eling: "Unser Konzept wurde zunächst teilweise kritisch und auch als nicht machbar belächelt, und ich habe in den Folgejahren auch gemerkt, dass sich die Umsetzung des Konzeptes tatsächlich als schwierig erwies."
Heute, nach mehr als acht Jahren, gebe es nur Gewinner. Zunächst sei die Natur zu nennen. "Die schon begonnene ökologische Umwandlung der monotonen Nadelwälder zu Mischwäldern und zu offenen Freiflächen und Heidelandschaften dient sehr deutlich der Verbesserung der Lebensbedingungen für Flora und Fauna. Zahlreiche stark bedrohte Tier- und Pflanzenarten erhalten hier eine neue Chance zur Entwicklung. Beispielhaft nannte er den Ziegenmelker, die Heidelerche und die Zauneidechse.
Um die ökologische Aufwertung umzusetzen, seien im Rahmen des Projektes "Bürgerarbeit" zehn bislang arbeitslose Personen hauptsächlich damit beschäftigt, die Freiflächen von Bewuchs freizuschneiden und die unerwünschte Traubenkirsche zu entfernen.
Insgesamt werde die Gemeinde rund 1,5 Millionen Euro in das Projekt investieren. Trotzdem geht der Bürgermeister davon aus, dass der Haushalt der Gemeinde nicht belastet wird.
Der Clou: Durch die ökologische Aufwertung von bestehenden Waldflächen werden Eingriffe in die Landschaft an anderer Stelle wie zum Beispiel durch neue Bau- oder Gewerbegebiete kompensiert. Dafür gebe es ein Ökokonto. "Mehr als eine Million Werteinheiten versprechen uns Erlöse, die nicht nur Investitionen abdecken, sondern darüber hinaus auch noch einen Kapitalstock schaffen, dessen Erträge auch die laufenden Kosten des Naherholungsgebietes abdecken werden."
Die Grundstückseigentümer hätten die Chance genutzt, kreativ gestaltete Nutzungsverträge mit der Gemeinde für ihre Wälder zu schließen. Der Gemeinde sei es gelungen, 216 Hektar Wald- und Freiflächen "unter Vertrag" zu nehmen. "Alle Freiflächen und einen Teil der Waldflächen haben wir an die Naturschutzstiftung des Landkreises Grafschaft Bentheim übertragen und in einem Kooperationsvertrag eine umfassende und langfristige Zusammenarbeit mit der Stiftung vereinbart."
Eling verwies darauf, dass der Kampfmittelbeseitigungsdienst inzwischen die Freigabe für alle Arbeiten an der Oberfläche im Gelände erteilt habe. In dem Gelände waren laut Alfons Eling vor drei Jahren Munitionsreste entdeckt worden.
Dem Bürgermeister zufolge sollen weitere Rad- und Wanderwege angelegt werden. Die Gemeinde habe in den letzten Tagen eine Fachfirma aus Syke damit beauftragt, die Trassen des Naturlehrpfades und der neuen Wege mit einem Kostenaufwand von rund 100000 Euro auf Munitionsreste zu sondieren und gegebenenfalls zu räumen.
Erster Kreisrat Hans-Werner Schwarz, der auch Vorsitzender des Kuratoriums der Naturschutzstiftung ist, bezeichnete das Konzept im Gespräch mit unserer Zeitung als hervorragend. Er habe keine Zweifel gehabt, dass Eling das Projekt zum Erfolg führen würde. Es sei gelungen, eine Folgenutzung zu erreichen, mit der sich Naherholung sowie der Schutz von Landschaft und Natur überzeugend miteinander verbinden ließen.
Walter Oppel, Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Grafschaft Bentheim, verwies darauf, dass die Gruppe gerne der Bitte der Gemeinde nachgekommen sei, an der Planung und Ausgestaltung eines Naturlehrfades mitzuwirken. Die Besucher würden über Wege durch das Gebiet gelenkt, sodass erfreulicherweise Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen erhalten blieben.

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