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27. Mai 2011

Landerlebnisroute öffnet die Tür zum Fertenbachtal

15.07.2004 (GN)

TOURISMUS Neuer (Rad-)Wanderweg für die Öffentlichkeit freigegeben

Mit einer Radtour durch die Wilsumer Berge ist der neue Weg offiziell freigegeben worden. Die rund drei Kilometer lange Route führt in Richtung Wilsum überwiegend durch den Wald und die meiste Zeit bergab. Unterwegs lädt ein Pausentisch mit Informationsrollen zu einer Rast ein.

von Daniel Klause

WILSUM – Vögel zwitschern, Schafe blöcken, Quellen plätschern, Blätter rauschen – Idylle pur erwartet den Wanderer und Radfahrer auf der neuen Landschaftserlebnisroute in den Wilsumer Bergen. Doch zunächst einmal muss er sie finden, und da ist es gut, wenn man ortskundige Begleiter bei sich hat, so wie am Dienstag die Teilnehmer der Eröffnungsradtour. Etwa 20 Vertreter aus Politik und Verwaltung der Gemeinde, Samtgemeinde und des Kreises sowie einige Grundeigentümer begaben sich vom Parkplatz an der Bundesstraße 403 mit dem Drahtesel auf eine Erkundungsfahrt. Ziel war das Mühlencafé in Wilsum, wo als Lohn für die Strampelei Kaffee und Kuchen lockten.

Angeführt von Wilsums Bürgermeister Ludwig Tyman muss die Radfahrertruppe zunächst die B 403 überqueren, dann einige hundert Meter gerade aus, dann wieder über die viel befahrene Straße in einen Feldweg. Schon kurz empfangen die Geräusche des Walds die Radfahrer. Nur noch wenige Meter, dann beginnt die eigentliche Route. Neben einem breiten Sandweg zieht sich der geschotterte Weg als gelbes Band durch den Wald. Kurze, in den Boden gerammte Pfähle markieren seinen Verlauf. In rasanter Fahrt geht es die meiste Zeit bergab.

Etwa nach der Hälfte der Strecke lädt ein nagelneuer Tisch mit Bänken zu einer kurzen Rast ein. Nur wenige Meter weiter entspringt der Fertenbach, der dem folgenden Tal seinen Namen gab. In den Tisch sind Metallrollen eingelassen, voll gepackt mit Informationen. In deutscher und in niederländischer Sprache ist dort alles Wissenswerte nachzulesen über die Route, die Wilsumer Berge, die Grafschafter Fietsentour, die Gemeinde Wilsum und über Kratteichen. Die verkrüppelten Eichen, deren Äste bis auf den Boden hinenunterhängen und neue Wurzeln schlagen, sind ein Grund dafür, dass die Europäische Union den Bau des neuen Wegs bezuschusst hat.

60000 Euro haben der Bau des Wegs (durch die Firma Goosen und Berends Landschaftsbau aus Wilsum), der Entwurf für die Inforollen (durch Jörg Richter von der Nordhorner Agentur Freisign), die Realisierung der Rollen und des Tischs (durch die Firma Rosink aus Nordhorn) sowie die Ausgleichsmaßnahmen gekostet. Die Hälfte hat die EU über das Amt für Agrarstruktur und ein Viertel der Landkreis zur Verfügung gestellt. Die übrigen 25 Prozent werden zwischen Samtgemeinde Uelsen und Gemeinde Wilsum aufgeteilt.

Tyman bezeichnete die Route als Möglichkeit, der Öffentlichkeit Naturschutzflächen zur Verfügung zu stellen und zu zeigen, was der Landkreis für die Natur getan hat. Nun müsse die Verbindung nach Uelsen folgen bis zum Hollboom, forderte Tyman, der zudem den Familien Harsman und Möllemann, der Markengemeinde und der Naturschutzstiftung für die kostenlose Überlassung von Flächen dankte. Erster Kreisrat Hans-Werner Schwarz sagte, er hoffe, dass möglichst viele Radfahrer den Weg annähmen, damit die 60000 Euro auf der vergleichsweise kleinen Strecke verbaut und nicht beerdigt worden seien. Für Wanderer sei der Weg als Teilstück des so genannten Podragristenpads von Coevorden nach Bad Bentheim interessant.

"Von Wilsum kommt man einfach nicht mehr los", stellte Heinrich Rohjans vom AfA in Anspielung auf die zahlreichen Maßnahmen fest, die sein Amt in Wilsum bereits finanziell gefördert hatte. "Geld für die Gemeinde Wilsum ist bereits ein fester Posten in unserer langfristigen Planung." Für die Route sei das Geld hervorragend eingesetzt, weil damit eine vielfältige Landschaft erschlossen und das Landschaftsbild auf Dauer erhalten und gepflegt werde, so Rohjans. Im Sinne des EU-Fördertopfs "Entwicklung typische Landschaften und Regionen" (ETLR) sei der Weg ein guter Beitrag zum Erhalt einer Kulturlandschaft. Auch Rohjans sagte, er hoffe auf den Lückenschluss nach Uelsen, "damit es nicht immer nur in Richtung Wilsum bergab geht".

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