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29. April 2013

Auftrieb zum Sommerquartier

sh Nordhorn. Unbekümmert stapfen die Schafe durch die Heidelandschaft der Tillenberge, während sich die Gäste der mittlerweile traditionellen Veranstaltung bei Regenwetter unter den aufgestellten Pavillons drängen. Mehrere Vertreter aus Politik und den beteiligten Sparten waren am Freitag erschienen, um den Auftrieb der Tiere in Empfang zu nehmen.

64 Mutterschafe und 94 Lämmer werden die Zeit bis zum Herbst in den Tillenbergen verbringen. "Ohne die Pflege durch die Schafe würde die Heide verschwinden und Wald entstehen", sagt Tierparkleiter Dr. Nils Kramer. Die Heide sei eine wichtige Kulturlandschaft und Heimat verschiedener Tierarten. Auch die Wacholdersträuche müssten von den Schafen abgeknabbert werden, da die Pflanzen sonst verbuschen und schließlich absterben würden. Damit sich die Flächen wieder regenerieren können, sind die Tiere nicht das ganze Jahr über in den Tillenbergen. "Früher gab es in der Grafschaft Wanderschäfer, durch die dieses Gleichgewicht hergestellt war", sagt Kramer.

Um die Pflege der Wacholderheiden in der Grafschaft zu unterstützen, hat die Brennerei Sasse (www.sassekorn.de), die aus den hiesigen Beeren ihren "Grafschafter Kräuterwacholder" herstellt, einen Fonds eingerichtet und spendet pro verkauftem Liter einen Euro an die Naturschutzstiftung im Landkreis. Anlässlich des Auftriebs der Schafe hat Sasse-Prokuristin Heike Fischert einen Scheck über 10934,44 Euro an die Stiftung überreicht. "Für uns ist es wichtig, mit Produkten aus der Region zu arbeiten", sagte Fischert, "und dieses Produkt macht einfach Spaß. Wir hätten nicht gedacht, dass es sich so gut etabliert."

Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling (SPD) zeigte sich dankbar angesichts der Spende. "Es gibt wenig Regionalprodukte", sagte er. Entsprechend freue er sich, dass dieses Produkt so gut umgesetzt wurde und die Gelder zurückfließen in die Landschaftspflege. In früheren Jahren seien bis zu 80 Prozent der Grafschaft Heideflächen gewesen. Mechthild Damm von der Naturschutzstiftung sagte, das Geld werde für verschiedene Gerätschaften oder den Bau von Zäunen benötigt.

Dass die Schafe nicht nur zur Pflege der Wacholderheiden, sondern auch für den Verzehr geeignet sind, konnten die Gäste vor Ort erleben. Ein "Hirtentopf" mit Schaffleisch, Paprika und Kartoffeln wurde ebenso gereicht wie würzige Schafsalami. "Das fällt unter das Motto ,Erhalten durch Aufessen‘", sagte Tierparkleiter Kramer. Die Arterhaltung könne nicht bewerkstelligt werden, wenn die Schafe nicht auch zu dieser Verwendung kämen.

An diesem Wochenende müssen sich die Bentheimer Landschafe aber zunächst nicht von ihrem Leben, sondern nur von ihrer Wolle verabschieden. Im Tierpark zeigt Bauer Harm heute und morgen jeweils um 11 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr, wie die Schafschur abläuft. Die Flaschenlämmer "Suse" und "Merle" werden um 10.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16.30 Uhr gefüttert. Und Border Collie "Freckles" wartet darauf, jeweils um 12 Uhr und 16 Uhr auf der großen Wiese am Vechtehof sein Können beim Schauhüten zu zeigen.

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