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Bentheimer Landschafe
Bentheimer Landschafe

12. Mai 2026

Schafauftrieb der Bentheimer Landschafe in Tillenberge

Mit der Ankunft von 60 Mutterschafen und etwa 100 Lämmern der Bentheimer Schafe im Naturschutzgebiet Tillenberge beginnt offiziell die Weidesaison für die wolligen Naturschützer. Am Freitag, den 08. Mai 2026 wurde die Ankunft der Tiere offiziell mit einem Schafauftrieb im Naturschutzgebiet Tillenbergener Wacholderheide gefeiert. Die Ablammzeit verbringen die weiblichen Bentheimer Schafe seit einigen Jahren im Schafstall am Kloster und Missionsgymnasium in Bardel. Dort bringen sie im Februar und März ihre Jungen zur Welt. Jetzt sind diese bereits so groß, dass sie ihre Mütter tatkräftig beim Beweiden verschiedener Naturschutzflächen unterstützen können. Von den Tierpark-Schäfern Henning Meyer und Ralf Nolten wurden die Bentheimer Schafe nun zuerst in das Naturschutzgebiet Tillenbergener Wacholderheide entlassen, welches der Tierpark Nordhorn neben viele anderen Flächen als regionales Arten- und Naturschutzzentrum betreut.

Zoodirektor Dr. Nils Kramer betonte, dass die Wacholderheide zugleich wertvolle Naturfläche, aber auch Kulturfläche ist. Denn nur durch den Einfluss des Menschen und die Jahrhunderte alte Beweidung mit Schafen habe sich die Heide zu diesem einzigartigen Lebensraum entwickelt. Früher waren weite Landstriche der Region durch Heide geprägt, heutzutage findet man sie nur noch auf wenigen Restflächen. Umso wichtiger ist der Erhalt dieser letzten einzigartigen Lebensräume, so Kramer. „Nur durch eine aktive Beweidung kann diese Heide erhalten bleiben! Deshalb ist der Schafauftrieb für den Tierpark Nordhorn eine schöne Gelegenheit, auf das Bentheimer Landschaf und die bedeutende Naturschutzarbeit vor Ort aufmerksam zu machen.“ so Tierparkleiter Dr. Nils Kramer. Er nahm in seiner Begrüßungsrede auch Bezug zu den aktuellen Wolfsrissen im Dalum-Wietmarscher Moor: „Wir müssen darauf achten, dass auch in Zukunft die Weidetierhaltung in der offenen Landschaft funktioniert. Ohne die Beweidung würden die Lebensräume verschwinden. Ein wohldurchdachtes Wolfsmonitoring und -management im Sinne des Arten- und Naturschutzes ist daher sehr wichtig.“

Im Rahmen des Schafauftriebes wurde zum zweiten Mal der Heide-Gin Preis der Feinbrennerei Sasse verliehen. 13 Preisträger wurden von den Eheleuten Sasse geehrt und stellten ihre Projekte vor. Für den Landkreis richtete der Geschäftsführer der Naturschutzstiftung, Paul Uphaus, das Wort an die rund 80 Teilnehmer und dankte im speziellen den Eheleuten Sasse für ihr außergewöhnliches Engagement im Bereich des Naturschutzes.

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